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Emanuel Goldberg — Architekt des Wissens
Sonder-Ausstellung in den Technischen Sammlungen der Stadt Dresden.
Öffnungszeiten: Di – Fr 9.00 bis 17.00h, Sa – So 10.00 bis 18.00h
11. März – 24. September 2017, TSD, Junganhsstr. 1 – 3, DE - 01277 Dresden
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Emanuel Goldberg (1881–1970) gilt als Pionier der Informationsgesellschaft und Visionär der Medientechnik. Der Wissenschaftler und ehemalige Hochschulprofessor der Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig, heutige Hochschule für Grafik und Buchkunst, erforschte die Grundlagen der Fotografie, entwickelte Kameras und Apparate für das Wissensmanagement der Zukunft und arbeitete intensiv an Reproduktions- und Kopierverfahren, der Luftbildfotografie und der Mikrofilmtechnik. Nach der gewaltsamen Vertreibung aus dem nationalsozialistischen Deutschland gründete er in Tel Aviv eines der ersten Technologie-Unternehmen Israels.

In der Sonder-Ausstellung der Technischen Sammlungen Dresden werden neben Goldbergs Nachlass als zentrales Motiv, Nachbauten seiner Wahrnehmungsversuche, Modelle seiner Wissensmaschine, Foto- und Film-Installationen sowie künstlerische Beiträge gezeigt.

Die von der KG Weltformat konzipierte fotografische Installation ‚Präposition‘ nimmt Bezug auf zeitgenössische Muster von Bildproduktion an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft: Aus dem umfangreichen Bestand fotografischer Abbildungen in Büchern, Fachartikeln und Gebrauchs-Anleitungen Emanuel Goldbergs sowie seinen hinterlassenen Glasdias und Papier-Abzügen, wurden nach technischen und inhaltlichen Kriterien eine Bild-Auswahl getroffen und Reproduktionen angefertigt. Die Reihenfolge und Zusammenstellung folgte den Prinzipien der Chronologie und der Kohärenz. Dadurch bieten die Motive sowohl einen Überblick über die wissenschaftliche Arbeit, als auch das ästhetische, optogrammatische Gedächtnis Goldbergs.

(Technik: 84 Reproduktionen fotografischer Vorlagen; Digitalisierung, Kathodenstrahl-Belichtung auf Schwarz-Weiß-Negativfilm, Vergrößerung auf emulsioniertes Weißglas 12.7 × 17.8 cm [1 : ?2] und 15 × 15 cm; LED-Leuchtkasten mit RGB-Farbsteuerung, 3.000 – 5.000 K.)

Zudem werden in zwei Vitrinen die Fragen zur fotomechanischen Reproduktionstechnik sowie der Bestimmung der Lichtempfindlichkeit fotografischer Schichten untersucht. Dabei werden Artefakte aus dem Nachlass mit Ableitungen und vergleichenden ästhetischen Studien kombiniert.
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Presse:

1) Artikel form Design Magazine
2) Ankündigung Art das Kunstmagazin
3) Presse-Mitteilung HGB Leipzig
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Kooperations-Partner:

- Technische Sammlungen Dresden
- Studiengang Bühnenbild Szenischer Raum
an der Technischen Universität Berlin
- Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
- KG Weltformat
- Centre for Media History Research/
Centre for Film and TV Research der Bournemouth University
- Kustodie der Technischen Universität Dresden